Auf dem Weg in die Kreislaufwirtschaft: Volvo Cars recycelt Stahlschrott in Salzgitter

18.02.2026


Volvo Cars ebnet den Weg in die Kreislaufwirtschaft: In Zusammenarbeit mit der Salzgitter AG recycelt der schwedische Premium-Automobilhersteller seinen Stahlschrott – in Deutschland. Der erste sogenannte „ScanLoop“-Zug ist jetzt in Salzgitter eingetroffen. Hochwertiger Stahl für den Automobilbau: Volvo Cars arbeitet bereits seit einigen Jahren mit der Salzgitter AG zusammen. Der niedersächsische Konzern liefert hochwertigen Flachstahl ins Volvo Karosserieteilewerk im südschwedischen Olofström. Im vergangenen Jahr haben die beiden Unternehmen eine Closed-Loop-Partnerschaft ins Leben gerufen, die nicht nur die Kooperation vertieft, sondern auch für mehr Nachhaltigkeit sorgt. Der im schwedischen Werk anfallende Stahlschrott wird auf dem Rückweg direkt wieder mitgenommen und in die Produktion der Salzgitter Flachstahl GmbH zurückgeführt. Das sogenannte „ScanLoop“-Projekt ist ein eindrucksvolles Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft: Anstatt mit einem leeren Zug nach Deutschland zurückzufahren, wird der Zug mit Stahlschrott beladen, der eingeschmolzen und zu hochwertigen Stahlsorten verarbeitet wird – das Material bleibt somit in einem „geschlossenen Kreislauf“. Transport auf der Schiene Um den Platzbedarf zu minimieren, werden die Stahl- und Aluminiumabfälle aus dem Stanzprozess in verschiedene Materialströme getrennt, sortiert und zu Würfeln gepresst. Trotzdem entsteht ein langer, prallgefüllter Zug: Der erste, insgesamt 545 Meter lange Zug mit 25 mit Stahlschrott befüllten Waggons ist Mitte Januar in Niedersachsen eingetroffen. Die konsequente Nutzung des Schienengüterverkehrs ist ein weiterer Faktor, um die Nachhaltigkeit zu verbessern: Auf der Schiene entstehen deutlich weniger Emissionen als auf der Straße – insbesondere durch den Einsatz leistungsstarker, interoperabler Lokomotiven, die mit 100 Prozent klimaneutralem Strom betrieben werden und eine hohe Zuglast bieten. Sie meistern die 700 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden Standorten in Deutschland und Schweden in anderthalb Tagen. Die Folge ist ein effizienter und emissionsarmer Materialkreislauf. „Die Zusammenarbeit mit Volvo Cars ist eine klare Bestätigung unserer Kreislaufwirtschafts-Strategie. Sie zeigt, wie industrielle Partnerschaften zur Ressourceneffizienz und zur Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette beitragen können. Dieser geschlossene Kreislauf ist auch ein weiterer Beweis für die gute Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Konzernunternehmen wie Salzgitter Mannesmann Scandinavia, DEUMU, VPS Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter und Salzgitter Flachstahl“, sagt Sandrina Sieverdingbeck, Geschäftsführerin DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union.